Hochstapelei - Eine Kulturgeschichte der Taeuschung im 20. Jahrhundert
| Autor:in/Zeichner:in |
Becker, Tobias (Hrsg.) / Homberg, Michael (Hrsg.) / Werneke, Thomas (Hrsg.) |
| Details |
Broschur, 400 Seiten, Format 12 x 17 cm |
| ISBN |
9783957326621 |
| Meldung |
V218 - erscheint Sep. vorgemerkt |
| Verlag |
Verbrecher Verlag |
Zum Inhalt:
»Falsche« Prinzessinnen und Heiratsschwindler, Fake-»Indianer« und selbsternannte Hauptmänner – hochgestapelt wird nicht erst, seit es die Sozialen Medien gibt. Doch wie hat sich Hochstapelei historisch entwickelt? Und warum fasziniert sie uns auch heute noch so sehr? - Von der Belle Époque bis zur Gegenwart: Dieser Band erzählt die Geschichte der Hochstapelei als kulturelles und mediales Phänomen. Anhand von 22 Vignetten – mal berühmten, mal längst vergessenen Fällen – zeigt er, wie Betrüger:innen soziale Codes anderer Gruppen erlernten, Identitäten fälschten und sich in fremde Welten einschlichen. Ob der »Gentleman-Gauner« Georges Manolescu, der »falsche Prinz« Harry Domela oder Milli Vanilli, das Sängerduo, das nicht sang – ihre Geschichten sind nicht nur unterhaltsam, sondern verraten auch, wonach sich Menschen zu bestimmten Zeiten sehnen. - Hochstapelei ist damit zugleich mehr als nur Betrug: Sie ist ein Zerrspiegel der Gesellschaft und ein Medienspektakel. Erst durch die Inszenierung vor Gericht, in Zeitungen, Filmen und sozialen Medien werden aus einfachen Betrüger:innen Sehnsuchtsfiguren. Dieser Band verbindet Kultur- und Mediengeschichte und fragt: Warum glauben wir den Hochstapler:innen? Und was sagt das über uns selbst aus?