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»Falsche« Prinzessinnen und Heiratsschwindler, Fake-»Indianer« und selbsternannte Hauptmänner – hochgestapelt wird nicht erst, seit es die Sozialen Medien gibt. Doch wie hat sich Hochstapelei historisch entwickelt? Und warum fasziniert sie uns auch heute noch so sehr? - Von der Belle Époque bis zur Gegenwart: Dieser Band erzählt die Geschichte der Hochstapelei als kulturelles und mediales Phänomen. Anhand von 22 Vignetten – mal berühmten, mal längst vergessenen Fällen – zeigt er, wie Betrüger:innen soziale Codes anderer Gruppen erlernten, Identitäten fälschten und sich in fremde Welten einschlichen. Ob der »Gentleman-Gauner« Georges Manolescu, der »falsche Prinz« Harry Domela oder Milli Vanilli, das Sängerduo, das nicht sang – ihre Geschichten sind nicht nur unterhaltsam, sondern verraten auch, wonach sich Menschen zu bestimmten Zeiten sehnen. - Hochstapelei ist damit zugleich mehr als nur Betrug: Sie ist ein Zerrspiegel der Gesellschaft und ein Medienspektakel. Erst durch die Inszenierung vor Gericht, in Zeitungen, Filmen und sozialen Medien werden aus einfachen Betrüger:innen Sehnsuchtsfiguren. Dieser Band verbindet Kultur- und Mediengeschichte und fragt: Warum glauben wir den Hochstapler:innen? Und was sagt das über uns selbst aus?